Weißstorch
Lebensräume
Offenes Agrarland mit hohen Wiesenanteilen; Siedlungsgebiete mit zahlreichen Gärten;
Gefährdungsursachen
Verlust des Horstes durch Verkabelung der 20KV-Stromleitungen und Entfernen der Masten; Geringe Akzeptanz bei Hausbesitzern; Verlust der Wiesenflächen im Freiland; Verlust der Feuchtländer in den Talgebieten durch Entwässerung; Verlust der Strukturvielfalt in den Talgebieten und Ebenen;
Schutzstrategien
Schutz des Horstes; Storchenschutzbeauftragte in der Steiermark; Schutz der für den Storch wichtigsten Wiesen im Umkreis des Horstes;
Weitere Informationen
Der Weißstorch ist der bekannteste Großvogel Mitteleuropas und durch Größe, schwarz-weiße Gefiederfärbung sowie roten Schnabel und rote Beine unverwechselbar. Der klimatisch anspruchsvolle Vogel benötigt nahrungsreiche Wiesenflächen in Offenlandgebieten. Diese befinden sich zumeist in Gewässernähe. In der Steiermark liegen die Brutbestände des Weißstorches bei ca. 90 Brutpaaren, wobei diese Zahl jährlich schwanken kann. In den letzten Jahren hat sich das Schwergewicht der Brutpaare in Richtung Norden verlagert. Der Süden verliert zunehmend an Wiesenflächen durch die argrarwirtschaftliche Neuaufteilung der Steiermark. In der Steiermark gibt es zwei Storchenstationen in Tillmitsch_Südsteiermark und Ilz_Oststeiermark. Helmuth Haar gilt seit den 1960er Jahren als Steirischer Storchenvater.